Weibliche Interventionen im Netz

Eine der wichtigsten Hinterlassenschaften feministischer Kunst der 1970er-Jahre ist die fotografische Dekonstruktion weiblicher Genderidentität.

Künstlerinnen erkundeten Bereiche des Weiblichen, seine Objekthaftigkeit und Zwänge, um ausgeklügelte Verwandlungsstrategien einer hybriden Identität zu kreieren. Doch wie offenbart sich der Feminismus heute, fünfzig Jahre nach 1968? Die Ausstellung „Do like me" weibliche Interventionen im Netz“ thematisiert künstlerische Distinktionsstrategien des Feminismus im Zeitalter von Instagram und Facebook. Bot die Kamera zu Beginn der 1970er-Jahre noch die Möglichkeit, dem öffentlichen Blick zu entgehen, wird sie heute von feministischen Künstlerinnen wie Hanna Antonsson, Dana Boulos, Arvida Byström, Petra Collins, Alexandra Marzella, Lauren Poor, Amalia Ulman oder Marie Zucker vornehmlich als Werkzeug genutzt, um eine öffentliche Wahrnehmung zu erzeugen, die ausschließlich im Internet existiert. Die Ausstellung geht der Frage nach, inwiefern ihre Positionen noch im Einklang stehen mit den Strategien, Erwartungen und Zielen der feministischen Emanzipation. Der Drang nach Öffentlichkeit, nicht nur bei zahlreichen selbsternannten Feministinnen der Gegenwart, verwundert kaum, war es doch die Frauenbewegung der 1960er- und 1970er-Jahre, die die Privatsphäre in den Bereich der Öffentlichkeit verlagerte, um ihre Funktionen und Machtstrukturen zu hinterfragen.

Eine Ausstellung der Overbeck-Gesellschaft und des St. Petri Kuratoriums. Dauer der Ausstellung: 11.02. - 25.03.2018, geöffnet Di - So von 11 bis 16 Uhr, Eintritt frei.
Eröffnung am Sonntag, 11.02.2018, um 17 Uhr in St. Petri zu Lübeck.

 

 

 

 

Ringvorlesung

RINGVORLESUNG
der Lübecker Hochschulen in St. Petri
Mehr Informationen auf www.welt-eule.de

Der Lübeck-Blick vom Petri Aussichtsturm:
Ein Muss in jedem Ausflugsprogramm.