29. Juli – 26. August 2018

Die künstlerische Praxis von Georges Adéagbo (*1942) ist ein Erzählen mit Dingen. In raumgreifenden Installationen kombiniert er Bilder, Objekte, Fundstücke und Artefakte

zu komplexen Geschichten rund um die Themenkreise Kolonialismus, Religion und Kunst. Dabei entstehen fein- und grobmaschig verwebte Narrative, Assoziationsketten und Diskussionen um Identität und Differenz, die als kulturgeschichtliche Puzzles mit hohem kritischen Potenzial akademische Diskurse und Alltagkultur zusammenbringen. Adéagbos Assemblagen starten immer von einem zentralen Objekt, das eine bestimmte Idee oder Kontext symbolisiert von dem aus sich Assoziationsketten materialisieren. Eine wesentliche Tätigkeit ist das Sammeln von Symbolträgern am jeweiligen Ausstellungsort. Adéagbo taucht in den lokalen Kontext ein, um die Identität des Ortes kennenzulernen. Die bei diesem Umherschweifen gesammelten Objekte und Informationen werden den Installationen einverleibt. Auf diese Weise schreibt sich ein ortspezifischer Moment in seine Themen ein. In Adéagbos westafrikanischer Perspektivierung entsteht so ein transkultureller Dialog. Seine Arbeiten demonstrieren einen kulturellen Transfer, der nicht mehr eurozentristisch gedacht ist. In diesem Sinne sind seine Installationen ein alternatives Modell von Globalisierung, das sich an der Lebenswirklichkeit des Menschen orientiert.  

Eröffnung: 29. Juli in St. Petri zu Lübeck, 17 Uhr, St. Petri zu Lübeck, Petrikirchhof 1, 23552 Lübeck
Eine Ausstellung der Overbeck-Gesellschaft und des St. Petri Kuratoriums     

Bildcredits: Ausschnitt aus Georges Adéagbo, La Revolution et les Revolutions , 2016, mixed Media, Maße variabel, Courtesy der Künstler und Kulturforum Süd-Nord e. V.  

 

Der Lübeck-Blick vom Petri Aussichtsturm:
Ein Muss in jedem Ausflugsprogramm.

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