St. Petri zu Lübeck ist weit über 800 Jahre alt.

Schon 1170 wurde St. Petri zusammen mit St. Marien, der Mutterkirche der Backsteingotik, urkundlich erwähnt. Wie die erste Kirche aussah, die auf dem Petri-Hügel stand, ist leider nicht bekannt. Fünfzig Jahre später begann man mit dem Bau einer spätromanischen dreischiffigen Hallenkirche. Um 1290 wurde an die romanische Halle zunächst ein gotischer Chor angebaut, der annähernd doppelt so hoch war wie der übrige Kirchenraum. Auf den alten Fundamenten wurde danach eine neue, gotische Halle errichtet. Das Westwerk mit dem Turm blieb dabei erhalten. Vom 14. Jahrhundert an wurden Kapellen angebaut. Ungewöhnlich und für den heutigen Raumeindruck entscheidend war die Umformung der Kapellen im Norden und Süden zu zwei weiteren Seitenschiffen.
Palmsonntag 1942 fielen Bomben auf Lübeck. Die Petrikirche verlor nicht nur ihr gewaltiges Dach und den Turmhelm; das Kircheninnere mit seiner reichen barocken Ausstattung brannte bis in den letzten Winkel aus. Nach ersten Sicherungsmaßnahmen blieb St. Petri für lange Zeit eine Ruine. Dach und Turmhelm wurden in den 1960er Jahren erneuert. Erst 1987 konnte der wiederhergestellte Innenraum einer neuen Bestimmung übergeben werden: St. Petri als eine Kirche für die ganze Stadt.

Lesen Sie hier über den Wiederaufbau von St. Petri und die Anfänge der neuen Funktion als Stadt- und Kulturkirche den Aufsatz von Friedrich Zimmermann aus den Schriften zur Deutschen Kunst und Denkmalpflege, 48. Jg. 1990

Der Lübeck-Blick vom Petri Aussichtsturm:
Ein Muss in jedem Ausflugsprogramm.