Veranstaltungen

07

Jul
07.07.2018 | 23:00 Petrivision "vergnügen" aus der Reihe "Lösungen"

Petrivision "vergnügen" aus der Reihe „LÖSUNGEN“, Eintritt frei.

Lösungen kennt man aus der Mathematik, aus der Chemie, und religiöse Lehren verheißen immer schon Erlösung. Neuerdings werben aber auch Wirtschafts-, Kommunikations- und Politik-Experten für Lösungen, und zwar so, als seien Probleme nur vorübergehende Stadien, die es leicht und rasch zu überwinden gelte. Aber ist nicht unsere gegenwärtige Lage so ungelöst und unsere Welt so unerlöst wie selten zuvor? Darum soll es gehen in der aktuellen Reihe der Petrivisionen. Um Wissenschaft und Kultur, um Politik und Religion. Mit Thesen und Theater, mit Musik, Medien und Meinungen. Mit Lösungen? Wir werden sehen …

Regieteam der Petrivisionen
, Petrikirchhof 1, 23552 Lübeck

29

Jul
29.07.2018 | 10:00 Ausstellung von Georges Adéagbo: "Jedem sein Kreuz..!"

Die künstlerische Praxis von Georges Adéagbo (*1942) ist ein Erzählen mit Dingen. In raumgreifenden Installationen kombiniert er Bilder, Objekte, Fundstücke und Artefakte zu komplexen Geschichten rund um die Themenkreise Kolonialismus, Religion und Kunst. Dabei entstehen fein- und grobmaschig verwebte Narrative, Assoziationsketten und Diskussionen um Identität und Differenz, die als kulturgeschichtliche Puzzles mit hohem kritischen Potenzial akademische Diskurse und Alltagkultur zusammenbringen. 
Adéagbos Assemblagen starten immer von einem zentralen Objekt, das eine bestimmte Idee oder Kontext symbolisiert von dem aus sich Assoziationsketten materialisieren. Eine wesentliche Tätigkeit ist das Sammeln von Symbolträgern am jeweiligen Ausstellungsort. Adéagbo taucht in den lokalen Kontext ein, um die Identität des Ortes kennenzulernen. Die bei diesem Umherschweifen gesammelten Objekte und Informationen werden den Installationen einverleibt. Auf diese Weise schreibt sich ein ortspezifischer Moment in seine Themen ein. In Adéagbos westafrikanischer Perspektivierung entsteht so ein transkultureller Dialog. Seine Arbeiten demonstrieren einen kulturellen Transfer, der nicht mehr eurozentristisch gedacht ist. In diesem Sinne sind seine Installationen ein alternatives Modell von Globalisierung, das sich an der Lebenswirklichkeit des Menschen orientiert.

Dr. Oliver Zybock, Direktor der Overbeck-Gesellschaft
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