Neue Petrivisionen-Reihe „Störungen“ - 2017

Wir haben es gern, wenn alles nach Plan verläuft. Wenn es ruhig bleibt. Wenn wir wissen, woran wir sind. Störungen sind nicht willkommen. Störungen sind Abweichungen von der Norm. Wenn jemand radikal anders denkt, handelt und empfindet, gilt er als gestört. Störungen können durchaus Leiden sein, mit denen man sich selbst und andere gefährdet. Störungen sind aber oft genug auch notwendige Impulse, um Änderungen zu bewirken. Die Propheten der Hebräischen Bibel waren Störer aus Berufung. Wenn ein modernes Bildwerk unsere Sehgewohnheiten nicht wenigstens ein bisschen stört, dann ist es wahrscheinlich Dekoration und nicht Kunst. „Störungen haben Vorrang“ heißt eine Kommunikationsregel in der Themenzentrierten Interaktion. Fünfmal zu nächtlicher Stunde wenden sich die Petrivisionen in vielstimmigen Performances den Störungen in Kunst und Kultur, in Politik, Gesellschaft, Religion und im Reich der Seele zu. Eine Kooperation des St. Petri Kuratoriums mit dem Zentrum für Integrative Psychiatrie der Universität zu Lübeck.

 

Liste der Abende:

"Kunst" - Samstag, 4. März 2017
"Angst" - Samstag, 1. April 2017
"Lust" - Samstag, 6. Mai 2017
"Geist" - Samstag, 3. Juni 2017
"Selbst" - Samstag, 1. Juli 2017 

immer um 23 Uhr