Es steht viel auf dem Spiel!

Am Dienstag, 23.06.2015, um 19 Uhr, spricht Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup (Dipl.-Ökonom, Dipl.-Betriebswirt, Westfälische Hochschule Gelsenkirchen) über die geplante transatlantische Freihandelszone zwischen den USA und der EU, Ihren Chancen und besonders ihren Gefahren. Hierzu wird von den politisch Verantwortlichen ein umfassendes Paket an Vereinbarungen und Absprachen hinter verschlossenen Türen geschnürt...

mit dem Ziel, die Wirtschaft zu stärken und Handelsschranken abzubauen, was insgesamt auch zu mehr Beschäftigung führen soll. Das Handelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) wird, wie die Handelsabkommen CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) und TISA (Trade in Services Agreement), mit dem Ziel verhandelt, Standards anzugleichen und wechselseitig anzuerkennen. Es ist vor allem eine Angleichung auf niedrigem Niveau zu befürchten. Kritiker erwarten einen beispiellosen Abbau von Verbraucherschutz- und ArbeitnehmerInnenrechten, von Produktionsstandards, gesetzlichen Standards für Datenschutz, Lohnniveaus, Sozial- und Umweltauflagen im Interesse der Konzerne und keine nennenswerten positiven Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt.
Darum sehen sie die Vorteile vor allem für Investoren - bezahlen werden die Bürgerinnen und Bürger in den USA, wie in der EU. Nicht Wenige fürchten erhebliche Eingriffe in unseren demokratischen Rechtsstaat zum Beispiel durch einen regulatorischen Rat, der Gesetze bereits vor der Diskussion auf Handelshemmnisse prüft. Mit der Unterzeichnung des Freihandelsabkommens werden diese als „Hemmnisse“ bezeichneten Rechte und Schutzvorschriften beseitigt und Investitionen vertraglich abgesichert. Es steht also viel auf dem Spiel.

 

Wir freuen uns sehr, dass wir für diese Veranstaltung Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup (Dipl.-Ökonom, Dipl.-Betriebswirt, Westfälische Hochschule Gelsenkirchen) gewinnen konnten, als Sprecher der „Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik“ und Mitverfasser von deren alljährlichem „Memorandum“, der sich in kritischer Weise mit der neoliberalen Globalisierung auseinandersetzen wird.

Der Eintritt ist frei.

Der Lübeck-Blick vom Petri Aussichtsturm:
Ein Muss in jedem Ausflugsprogramm.

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