Ein Journalist spricht über seine Beobachtungen

Dr. Tanjev Schultz (Süddeutsche Zeitung, München) spricht am Donnerstag, 4.6.2015, 18 Uhr, über seine regelmäßigen Prozessbeobachtung und Berichterstattung über den „NSU“-Prozess vor dem Oberlandesgericht München.

Ein Laborbericht zum demokratischen Rechtsstaat also diesmal mit den Augen eines kritischen Journalisten!

So wie das Grundgesetz in Reaktion auf und Auseinandersetzung mit dem Terror- und Unrechtsstaat des Nationalsozialismus entstanden ist, so wird sich Tanjev Schultz mit der Frage befassen, ob und wie die angeklagten menschenverachtenden Straftaten einer Mord- und Terrorgruppe, die sich zynisch den Namen „NSU“ gegeben hat, vor dem Oberlandesgericht München in rechtsstaatlich adäquater Weise verhandelt werden.

Tanjev Schultz, geboren 1974, ist in Berlin und Lübeck aufgewachsen. Er ist seit zehn Jahren Redakteur der Süddeutschen Zeitung, zunächst für Bildungspolitik, anschließend für das Thema Innere Sicherheit/Extremismus. Nach dem Abitur in Lübeck studierte er Philosophie, Psychologie, Politik- und Literaturwissenschaft in Berlin, Hagen und Bloomington (USA). An der Universität Bremen arbeitete er in einem Forschungsprojekt über Identitäten türkischer Migranten und promovierte mit einer Arbeit zur politischen Kommunikation. Er ist (Mit-)Autor und Herausgeber mehrerer Bücher, unter anderem „Schule ohne Angst“ (2012) und „Guttenbergs Fall“ (2011). Für seine journalistische Arbeit wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Universitas-Preis für Wissenschaftsjournalismus. Seit Ende 2011 recherchiert und schreibt Tanjev Schultz über den NSU. Er begleitet den NSU-Prozess in München ebenso wie die zahlreichen Untersuchungsausschüsse, die sich um Aufklärung bemühen.

St. Petri zu Lübeck, Eintritt ist frei.

Der Lübeck-Blick vom Petri Aussichtsturm:
Ein Muss in jedem Ausflugsprogramm.

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