Installationen von Sophie Schweighart

In der Reihe „DOUBLE ACT“ werden 2016 die Künstler Sven Kroner und Sophie Schweighart vorgestellt. Die Rauminstallationen der Künstlerin aus Hamburg sind in Petri vom 23.10. bis 16.11.2016 zu sehen.

Die Gemälde von Sven Kroner werden in der Overbeck-Gesellschaft vom 23.10. bis 11.12.2016 gezeigt. Eröffnet wird die Doppelausstellung am 23.10.16. 

Sophie Schweighart. Das helle Zimmer
Betritt man Sophie Schweigharts Rauminstallationen, findet man sich einer ganz eigenen, vermeintlich rationalen Systematik, einer logischen und wissenschaftlichen Ordnung ausgesetzt, die nur in ihrem inszenierten Kosmos Sinn ergeben mag. Bühnenartige Installationen, die geheimnisvoll, traumartig, von einer surrealen Bildvorstellung geprägt, obskur oder kafkaesk anmutend, in ihren Kreislauf hinein manövrieren – ein in sich geschlossenes System, das einem eigenen, immanenten Rhythmus verschrieben scheint. Theatrale Räume wie Darstellungen innerer Seelenleben, Orte von psychischer Intensität und erlebbarer Nähe bergen oftmals performative Momente in Rahmen derer sich die Künstlerin selbst als Teil einer Körperschaft, einer Art gesamten Somas begreift. In ihrer Installation Das helle Zimmer scheint man in einen eben solchen Turnus zu geraten, in ein System, das die eigenen Bewegungen anleitet.
Weilen, warten, verharren – die Künstlerin bestimmt durch ihre Gestik und atmosphärischen Arrangements die emotionale und körperliche Rezeption ihrer Arbeit und lässt gleichsam Raum für eine individuelle Suche.
 
Sven Kroner. Walk like a giant
Aus den Gemälden von Sven Kroner spricht eine gewisse Sehnsucht, genährt von nostalgischen Empfindungen über Gewesenes – der Wunsch nach Einfachheit und Sorglosigkeit, nach der schicksalhaften Unvorhersehbarkeit und
Irrationalität von Natur. Auch wenn in einigen Arbeiten unbezwingbare Urkräfte Gestalt gewinnen, versucht der Künstler keineswegs mythische Differenzen mit dem Irdischen darzustellen. Vielmehr wird die große Gebärde durch Ironie und Übertreibung ausgehöhlt, scheint die imposante Umgebung den Menschen nicht sonderlich zu beeindrucken. Kroners Autos fahren auf Autobahnen unbeirrbar prachtvollen Sonnenuntergängen entgegen, seine Skiläufer sind beim Ausweichen vor Lawinen viel zu gewandt, um sich über ihr Leben Gedanken zu machen. In einer neuen Serie von Arbeiten thematisiert Sven Kroner den „Ausblick“, indem er sich der Metapher des Fensters bedient. Hierbei handelt es sich um das klassische Motiv der malerischen Selbstreflexion. Der Blick wird gerahmt und in einen konkreten räumlichen Zusammenhang gestellt.

Der Eintritt in Petri ist frei.

Einladung zur Ausstellung

Redebeitrag von Pastor Dr. Bernd Schwarze zur Ausstellungseröffnung am 23.10.16

Der Lübeck-Blick vom Petri Aussichtsturm:
Ein Muss in jedem Ausflugsprogramm.

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