Was trägt? Häuser, Gesellschaften, Beziehungen, Überzeugungen? Fundamente liegen im Verborgenen. Meist interessieren wir uns erst für sie, wenn Risse sichtbar werden und etwas ins Wanken gerät, das eben noch selbstverständlich schien. Doch was geschieht, wenn ein Fundament nicht mehr trägt? Kann man es sanieren, ohne das darauf Errichtete einzureißen? Und worauf lässt sich neu bauen?
Zum Auftakt der Reihe BAUSTELLEN richtet die Petrivision den Blick nach unten: auf das, worauf wir stehen und was unserem Blick normalerweise entzogen bleibt.
Pastorin Lilly Schaack fragt in ihrer Rede danach, was es bedeutet, Fundamente zu prüfen, zu hinterfragen und gegebenenfalls neu auszurichten – gesellschaftlich und geistlich. Architekt und Künstler Tobias Mißfeldt nähert sich dem Fundament aus architektonischer Perspektive, richtet den Blick dabei aber auch auf immaterielle Grundlagen: auf Ideen, Vorstellungen und Entscheidungen, die dem vorausgehen, was schließlich Gestalt annimmt. Bürgermeister Jan Lindenau schaut aus Sicht der Lokalpolitik auf die Demokratie als Fundament unseres Gemeinwesens.
Musikalisch bewegt sich der Abend zwischen Jazz und Chorklang. Sängerin Ella Burkhardt und Kontrabassist Florian Galow bringen Jazziges in den Kirchenraum. Das Gesangsensemble Viva Voce unter der Leitung von Eva-Maria Salomon besingt fundamentale Themen des Menschseins: Liebe, Frieden und Glaube.
Die Regie führen Sigrid Dettlof und Mathis Dieckmann.
Samstag, 5. September, 23 Uhr
Das Petri-Café öffnet seine Türen ab 22 Uhr.
Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.
Auf dieser Seite könnt ihr das Programm und die Reden der Petrivision BAUSTELLEN – Fundament herunterladen und Fotos des Abends ansehen. Das Programm enthält alle beteiligten Künstler und Gestalter sowie Angaben zu den gelesenen Texten und aufgeführten Musikstücken.
Fotos: Migo Eichholz.